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#ERZHIKE 2018 – meine sportliche Herausforderung in diesem Sommer

Nachdem ich im letzten Jahr nun endlich die 100 Kilometer des Mammutmarsch in unter 24 Stunden bewältigt hatte, war für mich klar, dass ich diese Erfahrung kein zweites Mal brauche. Dennoch bin ich dem Wandern treu geblieben und suche andere Herausforderungen in dieser tollen Sportart. In diesem Jahr soll es nun der ERZHIKE sein, der genau in einer Woche startet! Dieses Event hatte ich mir schon für 2017 vorgenommen, musste es aber nach den Strapazen des Mammutmarsches wieder absagen.

Die Distanz des ERZHIKE ist mit ca. 105 Kilometern ähnlich zu der des Mammutmarsches. Wesentlicher Unterschied und damit auch meine persönlichen Herausforderungen sind hier

  • die Höhenmeter und
  • die Aufteilung in 3 Etappen an 3 Tagen.

In der Vorbereitung haben wir versucht, beides zu trainieren. Die Höhenmeter in unseren Regionen zu finden, ist nicht einfach, aber die Hügel rundum Wannsee und die Potsdamer Ravensberge bieten doch entsprechende Möglichkeiten, auch wenn man hier oft viele kleine Runden drehen muss. Den Start an 3 aufeinanderfolgenden Tagen konnten wir leider nicht mehr simulieren. Dies ist dann doch zu schwer mit Arbeit, Familien und anderen Aktivitäten zu koordinieren.

Vor einigen Tagen kamen nun die Informationen zu den 3 Tagen am nächsten Wochenende. Mittel- und damit auch immer Start- und Zielpunkt des ERZHIKE ist des Kurhotel Bad Schlema im Westerzgebirge. Damit sind ruhige und trockene Nächte und eine solide Versorgung gesichert. Das Gesamtevent erstreckt sich über 3 Etappen an 3 Tagen, wobei man auch nur an einzelnen Etappen teilnehmen kann. Wir haben uns aber natürlich für den gesamten Marsch entschieden:

Die Etappen des HERZHIKE 2018
Eine Übersicht der drei Etappen des ERZHIKE 2018 rundum Bad Schlema (Quelle: Flyer ERHIKE 2018, Kreissportbund
Erzgebirge e.V.)

Etappe 1 – Freitag – 17:00 – 16 km – 358 hm

Gestartet wird der ERZHIKE in diesem Jahr am Freitag um 17 Uhr. So können wir ganz in Ruhe im Laufe des Tages anreisen. Der Checkin ist ab 13 Uhr möglich. In einer ersten, abendlichen Etappe über schlanke 16 Kilometer lernt man die Gegend etwas kennen und wird im Ziel mit einem „Get Together“ am Grillbuffet belohnt.

Etappe 2 – Samstag – 7:00 – 58 km – 863 hm

Bereits um 5 Uhr startet der zweite Tag. Nach neuerlichem Checkin und ausgiebigen Frühstück geht es um 7 Uhr auf den längsten Teilabschnitt über fast 60 Kilometer und knapp 900 Höhenmeter. Der Rundkurs führt im Uhrzeigersinn über 16 Kontroll- und Versorgungspunkte und hält wohl einige tollen Aussichtspunkte bereit. Der Veranstalter hat die Tour als „Talsperren-Wanderung“ bezeichnet. Hoffentlich lässt die Anstrengung genügend Energie übrig, um die Landschaft zu genießen!

Für die gut 60 Kilometer rechne ich mit ca. 14 Stunden Laufzeit inkl. Pausen, so dass ich von einer Zielankunft gegen 21 Uhr ausgehe! Hoffentlich ist das geplante Abend-Buffet noch reichlich bestückt, denn Appetit werden wir in jedem Fall haben 🙂

Etappe 3 – Sonntag – 7:00 – 31 km – 553 hm

Nach einer kurzen Nacht startet auch der dritte Tag wieder um 5 Uhr.

Ich bin wirklich gespannt, wie wir um 7 Uhr wieder am Start stehen werden!

Der sonntägliche Rundkurs führt wieder im Uhrzeigersinn durch die Wälder um Schneeberg. Im Ziel erwartet uns dann noch ein lecker Finisher-Essen. Wir werden nach den Anstrengungen den Rückweg aber erst am frühen Montagmorgen antreten.

Fazit

Die Spannung steigt und ich schwanke minütlich zwischen Vorfreude und Anspannung vor dieser sportlichen Herausforderung. Zu den neuen Erfahrungen der Höhe und mehreren Tagen wird auch das Wetter sein Übriges dazu geben. Ich hoffe, dass uns die Temperaturen nicht all zu sehr zusetzen!

Ich melde mich dann wieder das eine oder anderen Mal von der Strecke! Mal schauen, wie es im Erzgebirge um die mobile Datenanbindung bestellt ist!

Halloween-Wanderung Babelsberg <-> Borkheide

Wie bereits vor zwei Jahren nutzte ich auch dieses Jahr den letzten Feiertag im Oktober, um mit einer kleinen Wanderung durch Potsdam-Mittelmark den Herbst zu genießen.  Die Route vom S-Bahnhof Babelsberg zum Bahnhof Borkheide ist ziemlich genau 30 Kilometer lang, hat insgesamt etwas über 500 Höhenmeter und lässt sich gut in 6 Stunden ablaufen – auch wenn dieses Jahr die Reste der Herbststürme einige Hindernisse in den Weg gelegt hatten.

Wahlweise kann man die Strecke auch entgegengesetzt wandern, um in Potsdam wieder anzukommen. So hat man im letzten Drittel auch einige schöne Möglichkeiten zur Einkehr zur Mittagszeit. Da ich aber traditionell meine Familie am Nachmittag „im Wald“ zum Halloween treffe, starteten Frank und ich pünktlich um 6:00 Uhr in Babelsberg.

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Hitzeschlacht in Märkisch-Oderland – mein Rückblick auf den Mammutmarsch 2017

Letzte Woche war es nun endlich so weit: Nach 175 Kilometer Trainingswanderungen in diesem Jahr ging es zum dritten Mal auf den Mammutmarsch! Nachdem ich 2015 mit Knieproblemen aufgeben musste und im letzten Jahr die Veranstaltung abgebrochen wurde, hatten wir uns den Zieleinlauf fest vorgenommen.

Wir hatten die 24 Stunden sehr gut vorbereitet. Da die Strecke schon lange bekannt ist, konnten wir unsere Pausen individuell planen. Durch den erstklassigen Support von Straußi und Karli, die alle 5 Kilometer mit frischen Getränken und allerlei Snacks am Rande der Route auf uns warteten, war immer für genügend Energie gesorgt und unsere Rucksäcke konnten recht leicht bleiben. Rückblickend würde ich jedem Teilnehmer empfehlen, sich einen solchen Support zu organisieren. Um so größer ist mein Respekt an die vielen Wanderer, die es ohne zusätzliche Unterstützung geschafft haben!

Der dynamische Start

Von den 2500 gemeldeten Teilnehmern waren rund 1700 am Samstag zwischen 15:30 und 17:45 Uhr an den Start gegangen. Wir starteten in der ersten Gruppe und waren von Anfang an recht weit vorn dabei; manchmal für meinen Geschmack etwas zu schnell. So hielten wir bis Kilometer 30 – unserer Abendbrot-Station – einen Schnitt von 5 km/h inkl. aller Pausen. So ging es gut gestärkt in die Nacht und auch noch 10 Kilometer frei von Blasen. Beim Versorgungspunkt 2 mussten wir dann das erste Mal die Füße verarzten, aber mit ein paar Blasenpflastern ging es dann schon wieder.

Die hässliche Mitte

Bis zur Hälfte der Strecke waren es nur 6 Kilometer. Ich merkte doch schon nach einigen Metern, wie ich stark an Energie verlor. Glücklicher Weise trafen wir einige Teilnehmer, deren Tempo wir teilten. Frank gab sich alle Mühe, mit guten Gesprächen abzulenken. Ich schlich einfach hinterher und hoffte inständig auf baldige Besserung. Genau bei Kilometer 50 trafen wir auf unseren Support. Dort sank ich auf den Autositz und hätte einfach einschlafen können. Ich hatte so einen starken Hungerast, dass ich einfach keinen Happen essen konnte. Meine Befürchtung war, dass mein Kreislauf schlapp machen würde und so war ich kurz vor einem Abbruch des Mammutmarsches.

Hier war es Gold wert, nicht allein unterwegs zu sein: Frank fand die richtigen Worte der Motivation, Karli zwang mich zu guter Nahrung und Straußi peitschte mich wieder auf den Weg. Wir gingen die nächsten Meter zu dritt und ich kam – passend zur langsam aufgehenden Sonne – wieder in den Tritt. so dass wir wieder recht zügig zum dritten Versorgungspunkt gelangten.

Das hitzige Ende

Wir verließen um 5:40 den 3. VP in Rehfeld. Franks Tomatensuppe mit frischen Würstenchen war der absolute Hammer – für Körper und Geist! Bereits jetzt war die Sonne ungewohnt warm, aber das sollte erst der Anfang des heißen zweiten Teils des Mammutmarsches sein. Und auch die Strecke selbst bietet auf dem zweiten Teil so manche Herausforderung. Vor allem die Anstiege in der Märkischen Schweiz fordern kurz vor dem vierten Versorgungspunkt noch einmal alles! In den Pausen lag der Schwerpunkt der Ernährung auf Flüssigkeiten. Zum Glück hatte ich jede Menge Karbo-Riegel und -Gels eingekauft. Diese ließen sich ganz gut verzehren. Die körperlichen Probleme begrenzten sich – bis zum Schluss – auf die Füße, aber diese Schmerzen kann man einfach „überlaufen“.

Bei Kilometer 85 gab es spontan frischen Wasser und reichlich Abkühlung über den Kopf. Die letzten 10 km waren noch einmal ein Killer: auf asphaltiertem Radweg ging es nahezu konstant gen Osten. Die brannte von rechts auf den Körper und nur wenige Bäume boten etwas Schatten. Dennoch war die Motivation groß genug, um nach 23:36 Stunden das Ziel in Gusow zu erreichen!

Auf dieser Karte sieht man unsere Zwischenstopps mit einigen Kommentaren live von der Strecke:

Mein Fazit zum Mammutmarsch 2017

Der Mammutmarsch war auch dieses Mal eine tolle Herausforderung. Zwischen den Teilnehmern herrscht ein super Teamgefühl und jeder ist bereit den anderen zu unterstützen. Die Strecke ist – vor allem im zweiten Teil – recht herausfordernd, aber mit etwas Training auf jeden Fall zu meistern. Da ich es nun im dritten Versuch geschafft habe, werde ich es wohl nicht noch einmal versuchen. Mal schauen, was mit als Nächstes reizt. Hier noch ein paar Bilder von der Strecke:

#Mammutmarsch 2017

Das bisher heißeste Wochenende des Jahres steht vor der Tür und für Frank, mich und weiteren 2498 Wanderlustigen geht es auf den Mammutmarsch! Mit unseren 175 Trainingskilometern seit dem Ende der Basketballsaison fühlen wir uns sehr gut vorbereitet. Für mich ist es der dritte Versuch und ich bin guter Hoffnung, diese Herausforderung endlich meistern zu können. Nach dem Abbruch im letzten Jahr hoffe ich nur, dass alle Teilnehmer und die Veranstalter gut vorbereitet sind und wir alle erschöpft aber glücklich am Sonntag in Gusow ankommen 🙂

Ich werde hier wieder regelmäßig berichten. Ich denke so alle 15 Kilometer, also jeweils nach 3 Stunden, werde ich einen kurzen Beitrag posten. Das passt dann auch ganz gut zu den Verpflegungspunkten bei Kilometer 15, 44, 60 und 75. Nun heißt es noch einmal gut ausruhen, ordentlich essen und trinken, und den freien Brückentag genießen. Wir sehen uns morgen ab 15 Uhr beim Start in Erkner…

Wandern über 53 km in Potsdams Norden – unser Abschlusstraining zum Mammutmarsch 2017

Ende April waren es noch ziemlich genau 4 Wochen bis zum diesjährigen Mammutmarsch. Genau der richtige Zeitpunkt für die längste Trainingswanderung in unserer Vorbereitung. Nachdem wir in den letzten Wochen oft im Süden und Osten von Potsdam unterwegs waren, hatte ich uns dieses Mal einen Rundkurs in Potsdams Norden zusammen gestellt.

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Wandern über 37km – unser Ostermarsch rund um Potsdam

Zu Ostern waren es nur noch 6 Wochen bis zum Mammutmarsch, das heißt nur noch 3 Trainingsrunden bis Ende Mai zu wandern. In der Nacht vom Ostersonntag hatten wir eine Route über 41 Kilometer geplant. Frank hatte aber die gesamte Woche körperlich hart gearbeitet, so dass wir am Ende doch etwas abgekürzt haben und ca. eine Stunde früher – kurz vor 5 Uhr morgens – wieder zu Hause waren.

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Wandern über 24km – Rundkurs Heiliger See > Wannsee > Mauerweg > Babelsberg

Nachdem die Basketballsaison in die Sommerpause gegangen ist, kann man sich wieder mit ausführlichen Spaziergängen an der frischen Luft in Form halten. Da uns der Begriff „Marschieren“ zu sehr an militärische Übungen erinnert, haben Frank und ich entschieden, von „Sportwandern“ zu reden. Und da bereits in gut 2 Monaten die erste große Sportwanderung des Jahres – der Mammutmarsch 2017 – ansteht, heißt es mal wieder ordentlich zu trainieren. Vor allem die neuen Schuhe wollen gut eingelaufen sein, bevor es auf die 100 Kilometer quer durch Ostbrandenburg geht. Nach einigen kleineren Runden rund um Potsdam ging es zu letzt über 24 Kilometer, die auch gut und gerne mit dem Rad abgefahren werden können.

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24 Stunden Potsdam-Havelland 2016 – mein Rückblick

Es ist Sonntag, 9. Oktober 2016, 8:20 Uhr. Die Luft ist sehr feucht, diesig, etwas nebelig. Etwas über 40 übermüdete, teilweise arg erschöpfte, immer aber sehr glückliche Wanderer gehen zusammen die letzten Meter einer nun 23,5 Stunden und 100 Kilometer langen Reise. Zum Schluss wird die Ziellinie übersprungen, bevor man sich erleichtert in die Arme fällt und sich gegenseitig beglückwünscht.

Auch Fräänk und ich sind in der Gruppe und freuen uns riesig. Ich, weil ich im dritten Anlauf einen 100-Kilometer-Marsch geschafft habe. Fräänk, weil er es gleich im ersten Anlauf gepackt hat. Wir beide, weil wir es nun wegen dem jeweils anderen nicht erneut probieren müssen 🙂 Aber fangen wir von vorne an…

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