Wandern über 24km – Rundkurs Heiliger See > Wannsee > Mauerweg > Babelsberg

Nachdem die Basketballsaison in die Sommerpause gegangen ist, kann man sich wieder mit ausführlichen Spaziergängen an der frischen Luft in Form halten. Da uns der Begriff „Marschieren“ zu sehr an militärische Übungen erinnert, haben Frank und ich entschieden, von „Sportwandern“ zu reden. Und da bereits in gut 2 Monaten die erste große Sportwanderung des Jahres – der Mammutmarsch 2017 – ansteht, heißt es mal wieder ordentlich zu trainieren. Vor allem die neuen Schuhe wollen gut eingelaufen sein, bevor es auf die 100 Kilometer quer durch Ostbrandenburg geht. Nach einigen kleineren Runden rund um Potsdam ging es zu letzt über 24 Kilometer, die auch gut und gerne mit dem Rad abgefahren werden können.

Eigentliche wollten wir uns wieder einmal den bekannten Weg von Berlin Neukölln nach Babelsberg gönnen. Leider musste Karli aber kurzfristig absagen, so dass ich spontan ein neue Route zusammen stellte. Entstanden ist ein Rundkurs, den wir im Babelsberger Park bei strahlendem Sonnenschein begonnen hatten. Die Route führt bis zur ca. 2 Kilometer entfernten Humboldtbrücke, die uns über die Havel führte. Ein paar Schritte über Beton und Asphalt bevor es an der Gotischen Bibliothek in den Neuen Garten ging. Der Weg entlang des Heiligen Sees ist sehr angenehm mit ein paar Hügelchen und zu dieser Jahreszeit noch wenig staubig.

abendlicher Blick über den Heiligen See
Wandern kann so schön sein: abendlicher Blick über den Heiligen See

Zwischenstop – 5 Kilometer – ca. 55 Minuten

Nach nicht ganz einer Stunden verließen wir den Neuen Garten und hatte die Glienicker Brücke als nächstes Ziel im Blick. Hier ging es noch einmal über die Havel, um auf der Berliner Seite sofort in den Park Klein-Glienicke ab zu biegen. Der Weg entlang der Havel ist recht fest und eher gut fürs Radeln geeignet. Glücklicher Weise gibt es parallel einen Weg für Fußgänger und Jogger, der auf angenehmen Waldboden führt. Nach gut 7,5 Kilometern passierten wir den Biergarten in Moorlake, der an diesem warmen Abend schon gut besucht war. Wir ließen uns aber vom verlockenden Anblick der Getränke nicht verlocken und liefen bis zur ersten Pause durch.

Pause – 9 Kilometer – ca.  1:50 Stunden

An der Fährstation zur Pfaueninsel machten wir die erste längere Pause, um etwas zu Essen und die Wasserreserven aufzufüllen. Man kann hier schön am Ufer sitzen und die Natur beobachten. Nach der ca. 15 minütigen Pause wanderten wir weitere am Ufer der Havel in Richtung Bahnhof Wannsee.

Pause – 15 Kilometer – ca. 2:50 Stunden

Nach ziemlich genau 15 Kilometern erreichten wir den Bahnhof Wannsee. Hier merkten wir, wie schön ruhig es am Wasser gewesen war, denn die B1 war auch am Abend noch recht gut befahren. Da ich seit ca. einem Kilometer merkte, dass meine noch recht neuen Schuhe doch noch etwas am Hacken reiben, nutze ich die Sitze und das Licht einer Bushaltestelle, um zwei aufkommende Blasen zu behandeln. Nach wenigen Metern auf Asphalt ging es auch schon wieder in den Wald, wo zum ersten Mal unsere Stirnlampen zum Einsatz kamen. Der Weg führte wieder in den Wald, aber für ca.  einen Kilometer immer noch auf Asphalt. Kurz vor dem Ortseingang Kleinmachnow bogen wir rechts auf den Mauerweg. Der Berliner Mauerweg führt hier über 3 Kilometer wie am Faden gezogen geradeaus durch den Wald. Es ist eine nette Berg- und Talfahrt mit einigen Höhenmetern auf sehr angenehmen Untergrund.

Endspurt – 20 Kilometer – ca. 3:55 Stunden

Auf der Brücke über den Teltowkanal am Ortseingang von Kohlhasenbrück hielt wir nur kurz inne und dehnten uns ein wenig. Das nahende Ziel in Babelsberg trieb uns direkt weiter, so dass wir recht zügig vorbei am Bahnhof Griebnitzsee wieder in Babelsberg ankamen. Nach ziemlich genau 4 Stunden, 40 Minuten landeten wir bei Kilometer 24 durstig am Restaurant Hiemke 🙂

Fazit

Der Rundkurs bietet eine schöne Runde auf angenehmen Böden durch Park, Wald und ein wenig Stadt.

Da der Weg an einigen Bahnhöfen und Bushaltestellen vorbei führt, kann man ihn gut und gern auch dort starten und enden lassen. Vor allem die Bahnhöfe Wannsee, Griebnitzsee und Babelsberg liegen sehr günstig. Verschiedene Biergärten und Restaurants lassen gut und gerne auch eine ausführliche Rast zu! Wahlweise kann man den Rundkurs auch in beide Richtungen wandern.

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