Wandern über 53 km in Potsdams Norden – unser Abschlusstraining zum Mammutmarsch 2017

Ende April waren es noch ziemlich genau 4 Wochen bis zum diesjährigen Mammutmarsch. Genau der richtige Zeitpunkt für die längste Trainingswanderung in unserer Vorbereitung. Nachdem wir in den letzten Wochen oft im Süden und Osten von Potsdam unterwegs waren, hatte ich uns dieses Mal einen Rundkurs in Potsdams Norden zusammen gestellt.

Abschnitt 1 – 12,5 km – 2:30 Stunden

Da am Abend noch ein Heimspiel des SV Babelsberg 03 gegen Energie Cottbus zu spannender Unterhaltung lud, sind wir bereits kurz nach 5:00 Uhr in Babelsberg gestartet. Es war schon ausreichend hell, um auf den ersten Metern die Wege im Babelsberger Park zu erkennen. Auf der Humboldtbrücke war es dann schon hell genug, um den Blick kurz über die stille Havel schweifen zu lassen. Mit zügigen Schritten ging es weiter gen Norden.  Wir ließen den Neuen Garten und den Heiligen See rechts liegen und gingen den kleinen Anstieg zum Pfingstberg hinauf.

Nach der recht monotonen Geraden der Nedlitzer Straße kamen wir pünktlich zum Sonnenaufgang am Jungfernsee und der „Brücke des Friedens“ an.

Nach einem flüchtigen Blick über den Lehnitzsee bogen wir links in Richtung Fahrlander See ab. Der Weg führt hier auf einem sehr schönen Weg entlang des Ufers und über einige Weiden. Kurz vor Fahrland kamen wir am geografischen Mittelpunkt des Landes Brandenburg vorbei. Kurz vor der ersten Rast wurden wir dann noch lautstark von einem Storch begrüßt. Mitten in Fahrland gab es dann einen netten kleinen Platz dem der Kirche für ein zünftiges Frühstück.

Abschnitt 2 – 25,5 km – 5:50 Stunden

Bei mittlerweile herrlichem Sonnenschein ging es weiter Richtung Norden von Fahrland nahezu bündig nach Satzkorn. Dort verließen wir die letzten festen Straßen, um über Felder zum nördlichsten Punkt unserer Route zu wandern, der Überquerung der A10 am westlichen Berliner Ring. Die nächste Ortschaft war dann Paaren, welche uns mit allerlei Getier begrüßte. Kurz hinter dem Dorf, bei Kilometer 19, erreichten wir den Havelkanal, dessen Lauf wir über 3,5 km folgten. Aufgrund des etwas schlechteren Weges entlang des Deiches, welcher aber umso idyllischer ist, verloren wir ein paar Minuten, kamen aber im guten Schnitt in Paretz an. Knapp 3 Kilometer später erreichten wir die Fähre in Ketzin, die uns über die Havel bringen sollte.

Abschnitt 3 – 36,5 km – 8:15 Stunden

Leider waren wir etwas zu früh an der Fähre, so dass die geplante Mittagspause im Restaurant „An der Fähre“ ausfallen musste 🙁 Glücklicher Weise war der Fährmann so nett und hat uns beide sofort übergesetzt. Auf dem Süd-West-Ufer der Havel machten wir dann erst einmal eine Rast mit Essen und Trinken und kleinerer Fußbehandlungen. Dann gingen wir weiter auf dem Deich parallel zur Lauf der Havel. Leider ist der schöne Weg auf diesen 4,5 km ausschließlich asphaltiert, was das Wandern recht anstrengend gestaltete. So kamen wir in Phöben an und freuten uns über die weichen Reitwege. Die folgenden 90 Minuten entlang der L90 bis nach Werder führten dann auch wieder nur über Radwege, welche die Füße stark schmerzen ließen. Schon ziemlich erschöpft erreichten wir  gegen 13:00 Uhr das La Riva und labten uns an einer ordentlichen Portion Nudeln und einem Hefeweizen.

Abschnitt 4 – 43,5 km – 9:50 Stunden

Von den Havelauen in Werder war es nur noch ein Katzensprung bis zur Eisenbahnbrücke, die uns zurück über die Havel nach Wildpark West führte. Hier kamen noch einmal die schönen Erinnerungen an den Havellandmarsch vom letzten Jahr auf, wo wir hier bereits 40 km hinter uns hatten. Nach der Brücke kamen wir endlich wieder auf gewohnt angenehmen Waldboden. Wildpark umkreisten wir mit schnellen Schritten in Richtung Eisenbahnstrecke. Dieser folgten wir bis zum Templiner See und machen mitten in der Pirschheide noch eine kleine Rast.

Zieleinlauf – 53,5 km – 12:10 Stunden

Endlich geschafft!
Endlich geschafft – erschöpft, aber glücklich zurück in Babelsberg

Nach einem sehr kurzen Regenschauer kamen wir am Luftschiffhafen wieder in Potsdam an. Wie immer waren die letzten 5 Kilometer eine Qual, aber das wird auch noch so vielen Trainingskilometern nicht besser 😉 Nach runden 12 Stunden schlugen wir wieder an der Haustür an und freuten uns auf ein kühles Bierchen bei einem spannenden Fußballspiel im Karli…

Fazit

Die Route ist eine wunderbare Tour, die man gut auch mit dem Fahrrad – zu mindestens mit dem Mountainbike – absolvieren kann. Die Landschaft ist einfach schön und die Wege sind – jedenfalls in der Woche – sehr leer.

Nun heißt es noch einmal ordentlich ausruhen und die Füßen heilen lassen und dann kann es Ende Mai auf die 100 Kilometer des Mammutmarsches gehen!

 

Kommentar verfassen