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24 Stunden Potsdam-Havelland 2016 – mein Rückblick

Es ist Sonntag, 9. Oktober 2016, 8:20 Uhr. Die Luft ist sehr feucht, diesig, etwas nebelig. Etwas über 40 übermüdete, teilweise arg erschöpfte, immer aber sehr glückliche Wanderer gehen zusammen die letzten Meter einer nun 23,5 Stunden und 100 Kilometer langen Reise. Zum Schluss wird die Ziellinie übersprungen, bevor man sich erleichtert in die Arme fällt und sich gegenseitig beglückwünscht.

Auch Fräänk und ich sind in der Gruppe und freuen uns riesig. Ich, weil ich im dritten Anlauf einen 100-Kilometer-Marsch geschafft habe. Fräänk, weil er es gleich im ersten Anlauf gepackt hat. Wir beide, weil wir es nun wegen dem jeweils anderen nicht erneut probieren müssen 🙂 Aber fangen wir von vorne an…

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24 Stunden Potsdam-Havelland 2016

Mein letzter Versuch eines 100-Kilometer-Marsches liegt gut vier Monate zurück. Trotz sehr guter Vorbereitungen war es mir – wie berichtet – nicht möglich, den Mammutmarsch 2016 zu beenden. Am kommenden Wochenende wage ich nun meinen dritten Versuch über die 100 Kilometer.

Dieses Mal probieren wir – Axel, Fräänk und ich – uns an der Wanderung „24 Stunden Potsdam-Havelland“ des Heimatverein Petzow. Und dabei gibt es einige Unterschiede zum Mammutmarsch:

  1. Die Wanderung findet geführt statt! Heißt wir wandern in einer Gruppe mit 80 Teilnehmern und einem Führer und versuchen die Strecke zusammen zu bewältigen. Ob das gut oder hinderlich ist, werden wir herausfinden.
  2. Die Strecke ist ein Rundkurs! Wir starten im Schlosspark Caputh und drehen dann eine große Runde über Potsdam und Werder bis wir wieder am Start landen. Leider wurde die genaue Route von den Veranstaltern noch nicht herausgegeben. Lassen wir uns also überraschen.
  3. Es gibt drei warme Mahlzeiten! Neben den gewöhnlichen Versorgungspunkten mit Wasser, Riegeln und Bananen gibt es dieses Mal ganze drei warme Gerichte. Da bin ich ja mal gespannt, was uns kredenzt wird 😉
  4. Es geht schon morgens los! Wir starten um 9:00 Uhr (also 8 Stunden früher als beim Mammutmarsch. Das hat für mich den Vorteil, dass ich nicht schon am Start müde bin. Auf der anderen Seite gehen wir nach gut der Hälfte der Strecke in die Nacht. Mal schauen, wie sich das anfühlt.

Alles in allem klingt die Veranstaltung recht rund und ich werde hier von der Strecke wieder regelmäßig berichten:

Nun heißt es noch einmal ordentlich schlafen und Daumen drücken, dass am Wochenende möglichst gar kein Regen fällt!

Trainingsmarsch rund um den Schwielowsee

In ziemlich genau einem Monat geht es auf die 100 Kilometer des Mammutmarsches! Um im Training zu bleiben, ging es am Wochenende einmal um den Templiner- und den Schwielowsee. Start und Ziel war dabei der S-Bahnhof Babelsberg, so dass Karli aus Berlin eine leichte An- und Abreise hatte. Zum ersten Mal war auch Thomas dabei, der sich bisher nicht zu einem Marsch durchringen konnte, nun aber mal sehen wollte, was die Beine noch so hergeben.

Wir starteten pünktlich um 7:30 Uhr in Babelsberg, um die gut 35 Kilometer lange Runde in etwas über 7 Stunden zu bewältigen. Die Route führt immer entlang der Ufer der beiden See. Für Ungeübte bietet sich in Geltow die Möglichkeit, die Strecke durch eine Fahrt mit der Fähre nach Caputh zu dritteln. Das Wetter war recht angenehm und wurde nur selten durch leichten Nieselregen getrübt.

Die Wege sind auf der Westseite der Seen sehr angenehm, da sie oft durch Wälder und Parkanlagen führen. Die Ostseite ist sehr eben, führt aber zum großen Teil über asphaltierte Radwege. Wahrscheinlich wäre eine Wanderung im Uhrzeigersinn die etwas angenehmere.

Da wir versucht haben, eine Durchschnittsgeschwindigkeit von 5 km/h zu halten, haben wir alle 2 Stunden (also jeweils nach 10 Kilometern) pausiert. Die Route bietet in etwa alle 5 Kilometer gute Rastplätze, an denen man – teilweise überdacht – sitzen kann. An einigen Stellen, wie z.B. in Ferch, trifft ein solcher Punkt genau auf einen kleinen Imbiss, an dem man auch einen frischen Kaffee für einen schmalen Taler bekommt. Hier einige Impressionen von der Route: