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Halloween-Wanderung Babelsberg <-> Borkheide

Wie bereits vor zwei Jahren nutzte ich dieses Jahr den letzten Feiertag im Oktober, um mit einer kleinen Wanderung durch Potsdam-Mittelmark den Herbst zu genießen.  Die Route vom S-Bahnhof Babelsberg zum Bahnhof Borkheide ist ziemlich genau 30 Kilometer lang, hat insgesamt etwas über 500 Höhenmeter und lässt sich gut in 6 Stunden ablaufen – auch wenn dieses Jahr die Reste der Herbststürme einige Hindernisse in den Weg gelegt hatten.

Wahlweise kann man die Strecke auch entgegengesetzt wandern, um in Potsdam wieder anzukommen. So hat man im letzten Drittel auch einige schöne Möglichkeiten zur Einkehr zur Mittagszeit. Da ich aber traditionell meine Familie am Nachmittag „im Wald“ zum Halloween treffe, starteten Frank und ich pünktlich um 6:00 Uhr in Babelsberg.

Etappe 1 – 7,0 km – 1:20 h

Erster Stop am Aussichtspunkt "Havelblick"Vom Start sind wir direkt in den Park Babelsberg, um auf den schönen Parkwegen entlang der Havel in Richtung Hauptbahnhof zu gehen. Aufgrund einer kleinen Baustelle konnten wir nicht weiter am Ufer bleiben, sondern mussten über die „Lange Brücke“ zum „Brauhausberg“ laufen. Nach wenigen Schritten über Asphalt kann man in der „Templiner Vorstadt“ wieder ans Wasser zurück kehren. Kurz vor dem Abzweig nach Hermannswerder konnten wir dann in den Wald abbiegen. Diesen schönen Weg entlang der Ravensberge parallel zur Hauptstraße kannten wir vom letztjährigen 100km-Marsch rund um Potsdam und das Havelland.

Nach nicht ganz 90 Minuten kamen wir hier zu unserem ersten kleinen Stop am Aussichtspunkt „Havelblick“. Durch die Position deutlich oberhalb der Straße hat man – vor allem im Herbst – einen tollen Block durch den Wald auf den Templiner See.

Etappe 2 – 12.5 km – 2:25 h

Blick über den Templiner SeeLeider muss man den Wald schon bald wieder verlassen, um auf den sehr guten Radweg in Richtung Caputh zurück zu kehren. Schon bald passiert man das Forsthaus und Strandbad Templin. Hier kann man eine sehr  schöne Pause einlegen, wenn man zur richtigen Uhrzeit vorbei kommt. Vor allem wenn man die Route rückwärts wandert, bietet sich hier eine Rast an. Wir aber ließen das Forsthaus links liegen und machten ins zügigen Schrittes auf den Weg nach Caputh. Hier muss man für ca. 5 Kilometer über Beton und Asphalt gehen, da jeder Weg zum Wasser einen deutlichen Umweg bedeutet. Kurz vor dem Ortausgang in Richtung Ferch passiert man den Bahnhof. Die geschlossenen Schranken nutzen wir für eine kurze Rast und einen kleinen Snack.

Etappe 3 – 20,0 km – 4:00 h

Direkt nach dem Ortsausgang von Caputh kann man rechts in den Wald abbiegen. Dadurch schneidet man die Kurve des Radweges ab und kann wieder auf sehr angenehmen Boden gehen. Hier mussten wir wieder über einige umgestützte Bäume klettern, was aber auch mal eine nette Abwechselung war. Anschließend ging es weiter auf dem Radweg, der uns recht bald ins Malerdorf Ferch führte. Hier folgten wir der Hauptstraße bis wir den „Mühlengrund“ links in den „Sonnenhang“ verließen. Zurück im Wald fand wir nach knapp 20 Kilometern eine Bank am Waldesrand, wo wir in bestem Sonnenschein eine erste längere Rast einlegten.Überquerung des Berliner Rings

Gut gestärkt setzten wir unsere Wanderung auf einem nicht sehr stark frequentierten Waldweg fort. Ein gut 15 minütiger Anstieg führte uns auf den Europa Radwanderweg R1. Auf ihm passierten wir den Berliner Ring in der Nähe das Autobahnkreuzes Potsdam.

Etappe 4 – 30,0 km – 6:00 h

Im Ziel der Wanderung bei herrlichem Wetter in BorkheideDen letzten Abschnitt des Tages gingen wir das nahezu Non-Stop durch die Nadelwälder von Potsdam-Mittelmark. Das Wetter war einfach herrlich und die Luft ein Traum. Der Boden war zwar stellenweise etwas stark aufgeweicht, lief sich alles in allem aber sehr angenehm. Und so kamen wir schließlich ohne jedes Problem bei strahlendem Sonnenschein nach 6 Stunden am Bahnhof in Borkheide an. Die Bahn zurück nach Potsdam kam pünktlich und so war Frank genauso schnell wieder zu Hause, wie ich im 3 km entfernten Borkwalde 🙂

Fazit zu dieser Wanderung

Die Strecke ist sehr empfehlenswert und auch für Einsteiger gut zu meistern. Die Wege sind abwechslungsreich und bieten viele Möglichkeiten der Rast. Bis zur Hälfte bieten sich viele Ausstiegsmöglichkeiten durch die regionalen Busse. Wer mag kann auch in Borkheide eine längere Pause einlegen und sich dann wieder direkt auf den Rückweg machen 🙂

Ich habe die Route für interessierte Wanderer bei GPSies.com zur Verfügung gestellt!